Horst Leyendecker


1. Kleine Kunsthalle Grötzingen

Titelbild
Horst Leyendecker wurde am 26.3.1935 in Wuppertal geboren und wuchs bei Moers am Niederrhein auf. Nachdem er die Prüfung als Malergeselle abgelegt hatte, ging er auf die Werkkunstschule nach Düsseldorf und belegte dort Kurse in der Fachrichtung Raummalerei. Nach dem Abschluss setzte er seine Studien an der Stuttgarter Akademie für Bildende Künste fort, wo er sowohl Freie Malerei und Glasmalerei bei Professor Rudolf Yelin studierte als auch Vorlesungen der Fachabteilung Restaurierung besuchte.
Die Aufgabe des Restaurierens alter Malereien und Farbfassungen an Innenwänden und Fassaden, Altären, Skulpturen und anderen Ausstattungsstücken von profanen und kirchlichen Gebäuden mit ihren vielseitigen Aufgaben und Techniken faszinierte ihn so, dass er sie als Beruf wählte. Er begann als Mitarbeiter bei verschiedenen Restaurierungswerkstätten und machte sich dann zu Beginn der 1970er Jahre selbstständig. In den 40 Jahren seiner Tätigkeit hat er viele bedeutende Bauwerke restauriert, vor allem evangelische Kirchen in Baden: die Christus- und die Lutherkirche in Karlsruhe, die Heilig-Geist-Kirche in Heidelberg, die Christuskirche in Mannheim - um nur einige zu nennen.
Seit 1975 lebt und arbeitet Horst Leyendecker im ehemaligen Fikentscher-Atelierhaus am Schloss Augustenburg in Grötzingen. Nach der bewegten Zeit seiner Berufstätigkeit hat er sich wieder der ursprünglichen Liebe zugewandt: der Freien Malerei. So ganz hatte er sie auch in den Jahren als Restaurator nicht vernachlässigt – aber nun, im Ruhestand, kann er sich ihr vollständig widmen. In dem hellen, geräumigen Atelier arbeitet er jeden Tag konzentriert an seinen Aquarellen mit den Themen Landschaft (vor allem Schneeberge), Blumen und Bäume.